Vaas / Blume, Gott, Gene und Gehirn

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Art.Nr.: 704 281

Rüdiger Vaas / Michael Blume

Gott, Gene und Gehirn

Warum Glaube nützt. Die Evolution der Religiosität

Hirzel, 2008
254 Seiten, kartoniert, Euro 24.-
Best.Nr. 704 281

Die Frage, woher Religion denn kommt, beschäftigt in den letzten Jahren immer mehr Autoren. Einen guten Überblick über das Thema und dabei speziell zur Frage, ob die Evolution die Religiosität hervorgebracht hat, geben der Wissenschaftsjournalist Rüdiger Vaas und der Religionswissenschaftler Michael Blume.
Religion im weitesten Sinne existiert in allen Gesellschaften, sie scheint deshalb eine menschliche Universalie zu sein. Ist Religion also eine direkte evolutionäre Anpassung? Vielleicht. Aber: nicht alle Menschen sind religiös. Und nur weil etwas universell vorkommt, kann es dennoch ein kulturelles Phänomen darstellen, ähnlich dem Schreibvermögen, das (inzwischen) weltweit verbreitet und so zwar universell ist, trotzdem aber nicht direkt durch die Evolution hervorgebracht wurde. Ein weiterer Indikator für die biologische Grundlage der Religion scheint der Sachverhalt zu sein, dass in den letzten Jahrzehnten religiöse Menschen mehr Nachwuchs hatten als nicht-religöse. Doch auch hier mahnen die Autoren zur Vorsicht. Wir haben keine Daten darüber, ob das schon immer so war. Ähnlich verhält es sich mit der Frage nach der Erblichkeit. Zwar gibt es Indizien, dass Religiosität (besonders die Stärke von spirituellen Neigungen und von Autoritätshörigkeit) signifikant genetisch mitbedingt ist, aber auch das ist kein Nachweis für Adaptivität: die Farbe der Augen etwa ist genetisch fixiert, evolutionär aber neutral.
Dass der Glaube neuronale und kognitive Grundlagen hat, ist, wie Vaas und Blume bemerken, sehr wahrscheinlich. Doch kann die Existenz spezifischer Gehirnvorgänge kein hinreichendes Argument für Adaptivität sein, schließlich sind die neuronalen Korrelate für Schreib- und Lesevermögen auch keine Folge evolutionärer Anpassung. Was also könnte der Selektionsvorteil von Religion sein? Vielleicht unterstützt Religiosität Kooperation, Altruismus, Vertrauen, aber um solche Hypothesen zu stützen, bedarf es noch viele weitere Forschungen.
Angenehm an dem Buch von Vaas und Blume fällt auf, dass es sich keine vorschnellen und eindeutigen Antworten anmaßt. Etwas irritiert nur der Titel: Warum „Gott“ in der Einzahl? Viele Religionen sind polytheistisch. Aber vielleicht ist das dem Verlag geschuldet, der sich davon möglicherweise mehr Resonanz beim vornehmlich monotheistisch geprägten Publikum verspricht. Denn in der Einführung sprechen die Autoren zutreffender über „Götter, Gene und Gehirne“.
B. Reinsdorf

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Diesen Artikel haben wir am Dienstag, 28. Oktober 2008 in unseren Katalog aufgenommen.

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