Horst Groschopp (Hrsg.)
Humanistisches Sozialwort
Schriftenreihe der Humanistischen Akademie Berlin, Bd. 1
Alibri, 2009
124 Seiten, kartoniert, Euro 13.-
Best.Nr. 690 425
In Deutschland hat die soziale Frage für die säkulare Szene lange Zeit keine zentrale Rolle gespielt; andere Themen – Horst Groschopp erwähnt in seinem Vorwort Religionskritik, Sterbehilfe, Ethikunterricht oder die Trennung von Staat und Kirche – wurden intensiver diskutiert. Seit es immer mehr soziale Einrichtungen gibt, die von Organisationen mit explizit weltlich-humanistischem Selbstverständnis unterhalten werden, wächst auch das Bedürfnis nach einer theoretischen Fundierung dieser praktischen Arbeit. Einen ersten Schritt tut dieser Aufsatzband, der Bausteine für ein humanistisches Sozialwort sammelt. Ein wichtiger Aspekt, der in mehreren Beiträgen angesprochen wird, ist die Frage nach dem Menschenbild, das der Sozialarbeit zugrundeliegt. Hier bauen die Autorinnen und Autoren auf das (zumindest prinzipiell) zur Selbstbestimmung fähige und willige Individuum. Letztlich, so betont Andrea Käthner, sei es die Aufgabe humanistischer Sozialarbeit, die Menschen „dabei zu unterstützen, ihr eigenes emanzipatorisches Lebenskonzept zu finden und selbst verwirklichen zu können“.
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