Comte-Sponville, Woran glaubt ein Atheist?

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Art.Nr.: 704 551
Comte-Sponville, Woran glaubt ein Atheist?

André Comte-Sponville

Woran glaubt ein Atheist?

Spiritualität ohne Gott

Diogenes, 2009
244 Seiten, kartoniert, Euro 10,90
Byest. Nr. 704 551

Eine Wiederkehr der Religionen von beeindruckendem, manchmal besorgniserregendem Ausmaß konstatiert André Comte-Sponville im Vorwort des vorliegenden Buches. Dabei sei eine Wiederkehr des Glaubens oder der Spiritualität nicht weiter schlimm, bedenklich aber das erneute Aufkommen von Dogmatismus, Obskurantismus, Fundamentalismus, ja sogar des Fanatismus. Der Verfasser, der selbst christlich erzogen wurde, später aber diesen Glauben verlor und sich jetzt als Atheist bezeichnet, vertritt keinen kämpferischen Atheismus, sondern streitet für Toleranz, für die Trennung zwischen Kirche und Staat, für die Freiheit des Glaubens und Unglaubens. Dazu, meint der Autor, müsse der Atheist auch einen Weg zu einer Spiritualität finden. Drei Fragen gliedern das Buch: Kann man auf Religion verzichten? Gibt es Gott? Welche Spiritualität ist für Atheisten vorstellbar? Die ersten beiden Fragen überraschen nicht weiter. Verblüffend ist eher die dritte Frage, die nach der Spiritualität, denn das ist ein Begriff, den sich meist die Religiösen vorbehalten. Aber, so der Verfasser, Atheisten haben nicht weniger Geist als andere. Warum also sollten sie sich weniger für das spirituelle Leben interessieren?
Das Buch ist eingängig geschrieben und greift auch viele mehr persönliche Lebenserfahrungen des Autors auf. So hat der Autor durchaus Respekt vor manchen Worten, die Jesus gesagt haben soll. Nur dass für Comte-Sponville die Geschichte von Jesus mit dessen Tod endet, wohingegen sie für die Gläubigen drei Tage länger weiter geht. Ähnliches gilt für zahlreiche andere Beispiele aus der Religions- und Geistesgeschichte. Vieles lässt sich hier von einem Atheisten an Ideen und Grundhaltungen übernehmen – nur halt ohne die dahinter stehende Religion. Eine Spiritualität ohne Gott sei von daher möglich.
Was an dem Buch gefällt, ist sein unaufgeregter Atheismus. Es zeigt eine Diskussionsebene auf, die den Dialog (wenn denn ein Dialog geführt wird) zwischen Gläubigen und Ungläubigen befruchten könnte.
André Comte-Sponville war bis 1998 Professor für Philosophie an der Sorbonne und widmet sich seither ausschließlich dem Schreiben.
B. Reinsdorf

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Diesen Artikel haben wir am Freitag, 04. Dezember 2009 in unseren Katalog aufgenommen.

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