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Kirchen- und Religionskritik
Carsten Frerk: Die Finanzen in der Nordelbischen Landeskirche
Die Frage nach dem Geld ist in Deutschland eine sehr intime Frage und sein Gehalt nennt man nur im engsten Freundeskreis. „Kirche und Geld“ ist noch sensibler, da die Auffassungen gegensätzlicher kaum sein können. Einerseits schleuderte Martin Luther 1544 der Gemeinde entgegen: „Ihr undankbaren Bestien, Ihr seid den Schatz des Evangeliums gar nicht wert. Wenn Ihr Euch nicht besinnt (und den Zehnten an die Kirchen zahlt), will ich aufhören zu predigen, dass ich nicht Perlen vor die Säue werfe.“ [Artikel lesen]
Carsten Frerk: Vorfahrt für Gott. Gesetzliche Privilegierung und staatliche Finanzierung fördern die kirchlichen Wohlfahrtsverbände
In den neuen Bundesländern, die nicht mit christlicher Alltagskultur quergebürstet wurden, sind sie weitgehend unbekannt, und auch Jugendliche in den westlichen Bundesländern registrieren sie kaum: die Einrichtungen des katholischen Deutschen Caritasverbandes und des evangelischen Diakonischen Werkes. [Artikel lesen]
Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland: Am 11. November wurde das Internetportal FoWiD freigeschaltet
Im Januar 2005 hat die Giordano Bruno Stiftung die Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (FoWiD) ins Leben gerufen. Derzeit verfolgen ein Dutzend Personen aus verschiedenen Fachbereichen das Ziel, umfassende Informationen zu allen Fragen, die mit Weltanschauungen – sowohl im religiösen wie im politischen Sinn – verbunden sind, zu erheben, auszuwerten, zusammenzufassen und öffentlich zugänglich zu machen. [Artikel lesen]
Gerhard Rampp: Ratgeber für konfessionslose Eltern, Schüler und Lehre
Lehrer, Eltern und Schüler, die keiner der beiden Großkirchen angehören - ob konfessionslos oder Mitglied einer kleinen Religionsgemeinschaft - können im Schulbereich immer in Situationen geraten, in denen ihre „abweichende“ Weltanschauung nicht berücksichtigt wird. Erfahrungsgemäß besteht diese Gefahr überall, ist aber dort größer, wo dogmatisch-religiöses Denken weiter verbreitet ist. [Artikel lesen]
Gunnar Schedel: Reaktionäre Botschaft im Pop-Gewande
Die von den Medien verbreiteten Bilder signalisierten einen Erfolg auf der ganzen Linie: Hunderttausende Jugendliche jubeln dem bis dahin als Mann ohne viel Charisma beschriebenen Benedikt XVI. begeistert zu und mit seinem Besuch in einer Synagoge ist der „deutschen Papst“ kein halbes Jahr nach seinem Amtsantritt bereits „historisch“. Die katholische Kirche: hip & pc – ein besseres Ergebnis hätte der Weltjugendtag, der Mitte August in Köln stattfand, nicht bringen können. [Artikel lesen]
Michael Schmidt-Salomon: Die wundersame Welt des Karol Wojtyla
Zumindest eines kann man dem verstorbenen Karol Wojtyla wohl nicht vorwerfen: dass er ein Heuchler gewesen sei. Anders als viele seiner Untergebenen glaubte der polnische Papst tatsächlich an den Spuk, den er verkündete. Für ihn waren Himmel und Hölle, Gott und Teufel, Engel und Dämonen keinesfalls antiquierte Begriffe, die man bloß symbolisch zu deuten habe, nein, er sah darin unbestreitbare Realitäten. Paradoxerweise war es gerade diese Fähigkeit zum ungefiltert vormodernen Denken, die Johannes Paul II. in die Lage versetzte, der modernen Welt seinen Stempel aufzudrücken. [Artikel lesen]
Michael Schmidt-Salomon: „Lieber einen Knick in der Biographie als im Rückgrat…“Laudatio auf Horst Herrmann anlässlich der Verleihung des Robert-Mächler-Preises 2005
Es ist mir eine große Ehre und auch Freude, heute die Laudatio auf Horst Herrmann anlässlich der Verleihung des Robert-Mächler-Preises halten zu dürfen. Die Mächler-Stiftung vergibt diesen Preis für besondere Leistungen auf dem Gebiet der „kritischen Aufklärung“ – und sie hätte hierfür kaum einen besseren Kandidaten finden können. Wie nur wenige Zeitgenossen ist Horst Herrmann der unbequemen Aufforderung Kants nachgekommen, den Mut aufzubringen, „sich des eigenen Verstandes zu bedienen“.
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Michael Schmidt-Salomon: "Von der Leyens gedankliche Entgleisungen...“
Anlässlich der Vorstellung des „Bündnisses für Erziehung“ durch Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen haben einige kritische Kommentare zu Recht angemerkt, dass das „Bündnis für Erziehung“ von seiner ideologischen Anlage her dem Verfassungsprinzip der weltanschaulichen Neutralität des Staates widerspricht. [Artikel lesen]
Kunstaktion gegen Papstbesuch gewaltsam unterbunden
Bereits im Vorfeld des Papstbesuches hatte es polizeiliche Einschüchterungsversuche und Übergriffe gegen kreativen Protest gegen die Auffassungen der katholischen Kirche gegeben: „Es wird keine Beleidigungen Benedikts XVI. geben“, zitierte die Süddeutsche Zeitung vom 31. August den Polizeipräsidenten. Diese Ankündigung, Bayern für die Zeit des Aufenthalts Joseph Ratzingers zur „kritikfreien Zone“ zu machen und die Grundrechte solange außer Kraft zu setzen, hat die Münchner Polizei, Abteilung „Staatsschutz“, nun konsequent umgesetzt. [Artikel lesen]
Proklamation der dritten Kraft: Gegen den US-Staatsmilitarismus und den islamischen Terrorismus!
Wirtschaftssanktionen und ein Militärangriff gegen den Iran werden menschlich, politisch und gesellschaftlich katastrophale Folgen haben. Was im Irak passiert ist, darf nicht im Iran wiederholt werden. Die Drohungen müssen sofort eingestellt werden. [Artikel lesen]
Esoterikkritik
Bernd Harder: Wünschelrute: Verwünschte Strahlen?
Lange Gesichter gab es im Sommer 1996 bei den Mitgliedern des Gemeinderates von Orsingen-Nenzingen bei Radolfzell: Eine Bohrung nach Wasser, die zwei Wünschelrutengänger vorgeschlagen hatten, mußte in einer Tiefe von 80 Metern ohne Erfolg abgebrochen werden. Der Flop kostete die Gemeinde einen fünfstelligen Betrag. [Artikel lesen]
Colin Goldner: Rottenführer der Psychoszene
Bert Hellinger gilt als mit Abstand populärster Psycho-Guru der Jetztzeit. Und das, gleichwohl sein Verfahren des "Familienaufstellens" längst als therapeutisch völlig unbrauchbar ausgewiesen ist. Der Grund für die enorme Akzeptanz Hellingers liegt in der erzreaktionären und damit zeitgeistkompatiblen Ausrichtung des Glaubenssystems, das hinter seinem Ansatz steht: Zurück hinter alles, was die Frauenbewegung erkämpft hat,... [Artikel lesen]
Colin Goldner: Einführung in den Tibetischen Buddhismus
Der Ursprung der buddhistischen Lehre ist in Dunkel gehüllt. Schriftliche Quellen aus der Entstehungszeit gibt es nicht, vermutlich hat es nie welche gegeben. Die ersten greifbaren Zeugnisse, Säulenedikte des nordindischen Maurya-Kaisers Ashoka (272-237 v.u.Z.), stammen aus einer Zeit, als der Buddhismus bereits eine etablierte Religion mit fester kirchlicher Organisation, Dogmatik und Tradition darstellte. [Artikel lesen]
Gunnar Schedel: Die sanften Zensoren. Esoterik als Gegenmodell zu Vernunft und Kritik
Grundlage einer freien Gesellschaft ist eine möglichst freie Kommunikation. Diejenigen, denen zu selbständiger Entscheidung fähige Menschen ein Greuel sind, waren deshalb stets bemüht, die Voraussetzungen freier Kommunikation zu untergraben. Sie kontrollierten die Bildungseinrichtungen oder enthielten ganzen Bevölkerungsgruppen (die nach sozialen, sexistischen oder rassistischen Kriterien ausgewählt wurden) Bildung völlig vor... [Artikel lesen]
Philosophie
Heike Fischer: Ehre – Ritter – Menschenrechte Ehre – Ritter – Menschenrechte
Ich werde umreißen, was „Ehr“-Verbrechen sind, die in den Medien gern als islamische Eigenart dargestellt werden, wie der traditionell-patriarchalische Begriff der Ehre Mord innerhalb der Familie nicht nur legitimiert, sondern zum Teil zwingend notwendig macht und wie die Ritterehre zur Menschenwürde wurde. [Artikel lesen]
Michael Schmidt-Salomon: Hoffnung jenseits der Illusionen. Die Perspektive des evolutionären Humanismus
Vor einigen Jahren fand ich in einer deutschen Tageszeitung eine kurze, aber interessante Notiz. Sie handelte von der tragisch-komischen Geschichte eines Amerikaners, der sich und der Welt beweisen wollte, dass der Mensch von Grund auf „gut“ sei. Er hatte sich vorgenommen, Hunderte von Kilometern zu marschieren – nur mit dem Notwendigsten ausgerüstet, in der Hoffnung, dass er auf Artgenossen träfe, die ihm bereitwillig unter die Armen greifen würden. [Artikel lesen]
Giordano Bruno Stiftung: Keine Einschränkung der Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit aus Rücksicht auf religiöse Borniertheit!
Als Reaktion auf die weltweiten Proteste, die durch die zwölf Mohammed-Karikaturen der dänischen Zeitung Jyllands Posten ausgelöst wurden, hat sich die Arabische Liga mit einem offenen Zensurwunsch an die Vereinten Nationen gewandt. Das UN-Parlament solle einen Beschluss fassen, der „beleidigende Angriffe gegen religiöse Überzeugungen“ verbiete. [Artikel lesen]
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