Schäfer, Kampf der Fundamentalismen

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Art.Nr.: 704 331
Schäfer, Kampf der Fundamentalismen

Heinrch Wilhelm Schäfer

Kampf der Fundamentalismen

Radikales Christentum, radikaler Islam und Europas Moderne

Verlag der Weltreligionen, 2008
252 Seiten, gebunden, Euro 19,80
Best. Nr. 704 331

Der Kampf der Fundamentalismen von Heinrich Wilhelm Schäfer ist, wie der Autor selbst betont, mehr ein Essay denn eine empirische Arbeit. Schäfers These ist, dass der vielbeschworene „Kampf der Kulturen“ eine Weltsicht ist, der insbesondere die Fundamentalisten selbst anhängen. Sie klingt eingängig, bekommt durch die 9/11-Ereignisse eine gewisse Dramatik, mit ihr lassen sich Anhänger rekrutieren. Ausgehend von einem handlungtheoretischen Fundamentalismusbegriff beschreibt der Autor Fundamentalismus als durch zwei Kriterien bestimmt: einmal die Absolutsetzung des Eigenen, zum anderen das Trachten nach gesellschaftlicher Dominanz. Dabei agieren Fundamentalisten nicht im luftleeren Raum, sondern bilden ihr Denken und Tun im Zusammenspiel mit der jeweiligen lokalen Moderne heraus. Schäfer behandelt als Beispiele in je eigenen Kapiteln den Islam und den amerikanischen christlichen Fundamentalismus, denen er die europäische Moderne gegenüberstellt. Der islamische Fundamentalismus erscheint dabei als Protest gegen eine von außen aufgezwungene Moderne, ein Protest, der vermittelt über religiöse Symbolik auf gewaltsamen Widerstand hinausläuft. Als charismtisch-apokalytische Religiosität tritt dem der US-amerikanische Fundamentalismus entgegen, der sich auf den Gründungsmythos von „God’s Own Country“ beruft und dabei die hegemoniale Außenpolitik der USA unterstützt. .Der Autor unterstreicht, dass es ein Fehler wäre, Fundamentalismus bloß als Reaktion auf „die“ Moderne zu sehen. Vielmehr gebe es Moderne in vielerlei Gestalt, und auch die Moderne selbst könne als „eine Mischung aus Demokratie und technokratischer Diktatur, Demokratur eben“ (S. 207) sich fundamentalistisch gebärden. Die europäische Moderne steht nach Ansicht Schäfers zwischen dem Fundamentalismus des Islam und der USA. Sie habe deshalb auch die Chance, aus einer Tradition reflexiven Denkens heraus Gegenstrategien zu entwickeln.
Heinrich Wilhelm Schäfer studierte Theologie und Soziologie und ist seit 2006 ordentlicher Professor für Systematische Theologie und Religionssoziologie in Bielefeld.
B. Reinsdorf

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