Pollmann, Unmoral

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Art.Nr.: 704 625
Pollmann, Unmoral

Arnd Pollmann

Unmoral

Ein philosophisches Handbuch: Von Ausbeutung bis Zwang

Beck, 2010
301 Seiten, kartoniert, Euro 14,95
Best.Nr. 704 625

Mit Unmoral insbesondere im Alltag beschäftigt sich Arnd Pollmann. Trotz einer inzwischen über 2000 Jahre alten Geschichte des Räsonierens über Moral wird deren Gegenteil, die Unmoral, nur sehr selten zum Thema gemacht. Es scheint, so der Autor, als sei dies eine Art „Problemzone“ der Moralphilosophie. Geforscht wird nach fundamentalen Prinzipien, universellen Regeln und komplizierten Prüfverfahren zur Identifizierung moralisch richtigen Verhaltens. Diese Leerstelle sucht der Philosoph Pollmann zu füllen. In etwa zwei Dutzend Stichwortartikeln von Ausbeutung über Beleidigung, Diebstahl, Gewalt, Lüge, Wortbruch bis zu Zwang (um eine Auswahl zu nennen) analysiert der Autor unmoralisches Verhalten. Dabei werden stets die folgenden Leitfragen behandelt: Was genau geschieht im Zuge der betreffenden Tat? Wodurch unterscheidet sich die Tat von anderen Delikten? Gibt es Ähnlichkeiten zu anderen Untaten? Welches moralische Grundgut wird verletzt? Welche Absichten verfolgt der Täter? Welche Schäden erleidet das Opfer? Lässt das Verbot dieser Tat Ausnahmen zu? Jeder Stichwortartikel ist für sich allein lesbar, eine ausführliche Einleitung benennt allgemeine Dimensionen der Problematik. Zum Thema Ausbeutung etwa schreibt der Autor, dass diese auf einer interpersonalen Schaden-Nutzen-Relation beruht, von der sich unmittelbar auch auf ein Gegengebot schließen lässt, das der Leistungsgerechtigkeit, der adäquaten Belohnung. „Allerdings“, so Pollmann, „wird dieses Gebot sehr häufig missverstanden und oft auch ideologisch missbraucht. Vor allem in marktradikalen Kreisen wird geradezu penetrant auf das Leistungsprinzip gepocht und dabei doch vorschnell ein irriger Umkehrschluss gezogen. Man behauptet dann gern, dass diejenigen, die mehr Geld verdienen, deshalb auch automatisch auch mehr leisten würden. So als sei das hohe Gehalt der Besserverdienenden bereits ein Beweis für deren Tatkraft.“
Trotz des „moralischen“ Themas und obwohl in Stichwörter aufgeteilt lässt sich das Buch flott lesen und bietet spannende Einsichten in die Schattenseiten unseres Verhaltens.
Arnd Pollmann lehrt Philosophie an der Universität Magdeburg und ist Mitbegründer der dortigen „Arbeitsstelle Menschenrechte“.
B. Reinsdorf

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Diesen Artikel haben wir am Montag, 21. Juni 2010 in unseren Katalog aufgenommen.

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