Ayan, Hilfe, wir machen uns verrückt!

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Art.Nr.: 705 038
Ayan, Hilfe, wir machen uns verrückt!

Steve Ayan

Hilfe, wir machen uns verrückt!

Der Psychokult und die Folgen

Pendo, 2012
240 Seiten, gebunden, Euro 17,99
Best.Nr. 705 038

Steve Ayan, Psychologe und Redakteur beim Verlag Spektrum der Wissenschaft, geht von der Beobachtung aus, dass es nicht nur immer mehr Psycho-Angebote gibt, sondern dass eine wachsende Zahl an Menschen Misserfolge oder Verstimmungen als psychologisches Problem ansieht. Und auch der „ultimativ richtige Glückspfad“ scheint mit Psychotipps leichter zu finden. Ayan stellt diese permanente Ich-Beschau ebenso in Frage wie die boomende Psycho-Industrie.
Sein Buch besteht aus drei Teilen: Zunächst befasst er sich mit einigen soziopsychologischen Trends, thematisiert die (meist unsinnige) Suche nach dem Ich, die zunehmende Unfähigkeit mit Problemen und Scheitern zu leben oder die „Ausweitung der Behandlungszone“, indem die Definitionsgrenzen, was normal ist, immer enger gezogen werden. Im zweiten Teil setzt sich der Autor kritisch mit der Leistungsfähigkeit der Psychologie auseinander, zeigt deren „Holzwege“ auf und warnt insbesondere immer wieder vor den zahlreichen unseriösen Seelengurus, die in diesem Geschäft unterwegs sind. Schließlich führt er uns einige Folgen des „Psychokults“ im Alltag vor, sei es bei der Partnerwahl oder bei der Erziehung des Nachwuchses.
Steve Ayans Plädoyer für mehr Gelassenheit im Umgang mit dem Ich ist routiniert im Plauderton des Feuilletons geschrieben. Es enthält wertvolle Hinweise, wann der Besuch beim Psychologen vielleicht voreilig sein könnte und bei welchen Angeboten dringende Vorsicht geboten ist. Und es regt dazu an, über sich, die Neigung zum Grübeln und unseren eigenen Perfektionismus nachzudenken. Am Ende aber bleibt auch der Eindruck, dass der Autor sich irgendwie nicht hat entscheiden können, ob er ein gesellschaftskritisches Buch, eine kritische Bestandsaufnahme der real existierenden Psychologie oder einen Ratgeber der „hohen Kunst der Selbstvergessenheit“ schreiben will.
G. Reinsdorf

Diesen Artikel haben wir am Montag, 21. Januar 2013 in unseren Katalog aufgenommen.

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