Stern, Vom Rabbiner zum Atheisten

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Art.Nr.: 601 294
Stern, Vom Rabbiner zum Atheisten

Jakob Stern

Vom Rabbiner zum Atheisten

Ausgewählte religionskritische Schriften

Hrsg. und eingeleitet von Heiner Jestrabek
Klassiker der Religionskritik, Band 4

IBDK, 1997
141 Seiten, kartoniert, Euro 13.-
Best.Nr. 601 294

Jakob Stern (1843-1911) verkörpert den Typ des jüdischen Intellektuellen, der sich im ausgehenden 19. Jahrhundert sowohl von seinen religiösen Wurzeln als auch von den im Kaiserreich vorherrschenden gesellschaftlichen Vorstellungen und Normen emanzipierte und sich der sozialistischen Arbeiterbewegung anschloß. Doch obwohl er "die Fahne der Rebellion" gegen das Judentum erhob (Karl Kautsky), beeinflußte seine jüdische Herkunft sein Denken zeitlebens. Baruch Spinoza prägte Sterns Religionskritik zumindest ebenso stark wie der dialektische Materialismus seiner Zeit.
Noch während der Zeit seiner Anstellung als Rabbiner veröffentlichte Stern pseudonym erste religionskritische Texte, was letztendlich zu seiner Entlassung führte. Als sozialdemokratischer Journalist wurde er schnell zum "Liebling und Wortführer der Stuttgarter Arbeiterschaft" (Clara Zetkin), der fast drei Jahrzehnte lang die württembergische Sozialdemokratie prägte.
Sterns Position repräsentiert den sozialistischen Teil der Freidenkerbewegung, der weltanschauliche und ökonomische Kämpfe zu verbinden suchte.

Diesen Artikel haben wir am Mittwoch, 16. Mrz 2005 in unseren Katalog aufgenommen.

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