Bebel, Die moderne Kultur ist eine antichristliche

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Art.Nr.: 710 592
Bebel, Die moderne Kultur ist eine antichristliche

August Bebel

Die moderne Kultur ist eine antichristliche

Ausgewählte Reden und Schriften zur Religionskritik

Hrsg. von Heiner Jestrabek

Klassiker der Religionskritik, Bd. 9

Alibri, 2007
159 Seiten, kartoniert, Euro 13.-
Best.Nr. 710 592

Wer sich die religionskritische Abstinenz heutiger sozialdemokratischer Spitzenpolitiker vor Augen führt, mag überrascht sein, doch August Bebel, einer der Gründungsväter der deutschen Sozialdemokratie, hat sich häufig mit religiösen bzw. religionspolitischen Fragen auseinandergesetzt. Sein Standpunkt ist dabei ausgesprochen modern und grenzt sich von der heute vorherrschenden Haltung, die Kirchen als Bündnispartner anzusehen und ihre Privilegierung mitzutragen, ebenso ab wie von explizit kirchenfeindlichen Strategien, wie sie zeitweise in Rußland, Spanien oder Albanien angewandt wurden. Als sozialdemokratische Position definiert Bebel einen auf dem Materialismus des 19. Jahrhunderts fußenden Atheismus, auf den er allerdings die Parteimitglieder nicht zwangsweise verpflichten will. Als religionsrechtliches Modell vertritt er den weltanschaulich neutralen, toleranten Staat, der alle Glaubensrichtungen duldet, aber staatliche Einrichtungen und Religion strikt trennt. Diese Toleranz gegenüber einer Ideologie, die Bebel ablehnte und deren gesellschaftlichen Einfluß er kritisch sah, erklärt sich nicht zuletzt daraus, daß sich der gelernte Drechsler sicher war, daß die soziale Revolution absehbar bevorstehe und sich in diesem Zuge auch die religiöse Frage lösen werde.
Heiner Jestrabek, der bereits die religionskritischen Schriften von Albert Dulk, Jakob Stern und Rosa Luxemburg ediert hat, hat vor allem Parlamentsreden und kürzere Texte ausgewählt. Darin zeigt sich, daß Bebel Religionskritik immer im Rahmen einer grundsätzlichen Gesellschaftskritik verstand. So stimmte er, im Gegensatz zu den Liberalen, stets gegen die Ausnahmegesetze gegen die Jesuiten, denn von Ausnahmegesetzen sei keine emanzipatorische Wirkung zu erwarten. Doch ebenso vehement, wie er sich gegen jegliche diskriminierende Sonderbehandlung der Katholiken bzw. einzelner ihrer Organisationen aussprach, wandte er sich gegen deren Partei, das Zentrum. Kontrovers diskutiert würde heute sicherlich seine Schrift Die Mohammedanisch-Arabische Kulturperiode, aus der zwei Kapitel in der Sammlung wiedergegeben sind. Doch zu Bebels Zeiten war die Verteidigung des islamischen Kulturkreises gegen die kulturelle Arroganz der christlichen Europäer zweifellos eine progresive Position.
Wie immer in der Reihe Klassiker der Religionskritik ergänzen eine biographische Einleitung, Glossar, Bibliographie und Zeittafel die historischen Texte und stellen Bezüge her.

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Diesen Artikel haben wir am Dienstag, 11. September 2007 in unseren Katalog aufgenommen.

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