Bielefeldt, Menschenrechte in Einwanderungsgesellschaft

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Art.Nr.: 704 121
Bielefeldt, Menschenrechte in Einwanderungsgesellschaft

Heiner Bielefeldt

Menschenrechte in der Einwanderungsgesellschaft

Plädoyer für einen aufgeklärten Multikulturalismus

transcript, 2007
216 Seiten, kartoniert, Euro 22,80
Best.Nr. 704 121

Als der Begriff „multikulturelle Gesellschaft“ in den 1980er Jahren in der politischen Diskussion auftrat, stand er zunächst für ein emanzipatorisches Projekt. Heute dagegen löst er vielfach eher Angst aus: die Sorge vor autoritären, vor allem mit dem Islam assoziierten, Milieustrukturen oder „Parallelgesellschaften“, verbunden mit dem Ruf nach einer „Leitkultur“.
Anhand von exemplarischen Streitfragen behandelt und entwickelt Heiner Bielefeldt, Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte, sein Plädoyer für einen aufgeklärten Multikulturalismus, der seine Begründung als auch seine Grenzen in den Menschenrechten findet. Der Autor befaßt sich dazu mit dem Verhältnis Islam, Scharia und Grundgesetz, untersucht die Probleme eines islamischen Religionsunterrichts, geht auf den Kopftuchstreit ein, diskutiert Zwangsverheiratungen und Staatsbürgertests.
Bielefeldt sieht die multikulturelle Gesellschaft nicht als gescheitert, denn was sollte eine gangbare Alternative zu einer multikulturellen Koexistenz sein? Freilich bedarf es zur Ausgestaltung eines aufgeklärten Multikulturalismus der Verständigung über die normativen Kriterien, nach denen wir zusammenleben sollten. Dazu gehören der normative Universalismus und emanzipatorische Gehalt der Menschenrechte, das Menschenrecht auf kulturelle Selbstbestimmung ebenso wie dessen Grenzen im Rahmen gegenseitiger Toleranz. Auf den Begriff einer Leitkultur sollte dabei verzichtet werden, besonders wenn zu befürchten steht, „dass eine politisch forcierte Leitkultur, gewollt oder ungewollt, auf einen politischen Homogenisierungsdruck hinausläuft, mit dem kulturelle Minderheiten vor die Alternative von Assimilation oder Marginalisierung gestellt werden“ (S. 71). Die Alternative zu einer Leitkultur sieht Bielefeldt in den Menschrechten, wie sie etwa im Grundgesetz kodifiziert sind. Zustimmend zitiert er Navid Kermani: „Das Grundgesetz ist verbindlicher und präziser als jeder denkbare Begriff einer Leitkultur; zugleich deutet sich darin keine Hierarchie der Menschen an, sondern allenfalls der Werte und Handlungen. Vor dem Grundgesetz sind alle gleich, in einer Leitkultur nicht.“ (S. 73)
Heiner Bielefeldt hat ein wichtiges, informatives Buch zur aktuellen deutschen Integrationsdebatte geschrieben.

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Diesen Artikel haben wir am Mittwoch, 07. November 2007 in unseren Katalog aufgenommen.

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